VOM INDISCHEN OZEAN IN DEN TROPISCHEN REGENWALD

Nach einiger Zeit melde ich mich endlich aus Australien, 14 775 km und bis zu 10 Stunden Zeitverschiebung von Zuhause entfernt, zurück! Nachdem ich Anfang des neuen Jahres Südafrika verlassen habe, ging es für mich an die Westküste Australiens. Genauer gesagt nach Perth, die Hauptstadt Westaustraliens, die direkt am Indischen Ozean liegt. Wunderschöne Strände und beeindruckende Inseln umschließen eine Großstadt voller moderner Wolkenkratzer. In den 4 Tagen, die ich dort verbracht habe, habe ich versucht so viele Erlebnisse mitzunehmen, wie es nur geht. Neben einigen Touren durch das Stadtzentrum und abgelegenere Stadtviertel, war vor allem der Trip nach Rottnest Island ein Highlight. Die Insel, die zahlreiche ‚quokkas‘ beheimatet, liegt nur eine kurze Fährfahrt von Perth entfernt und hat die schönsten Strände weit und breit zu bieten.

Von der Westküste ging es letzte Woche weiter an die Ostküste Australiens, ins tropische Cairns – eine Stadt voller Palmen, nicht weit entfernt vom ältesten Regenwald auf unserem Planeten. Eigentlich wollte ich hier nur ein zwei Tage verbringen, bin jetzt aber nach über einer Woche immer noch hier. Cairns hat einfach eine viel zu schöne Natur zu bieten. Die nahegelegenen ‚Tablelands‘, voller tropischer Wasserfälle leuchten in dem hellsten Grün, das ich je gesehen habe!

Doch nicht nur die Vegetation ist atemberaubend, auch die vielfältige Tierwelt macht die Region so besonders. Diese konnte ich vor allem im ‚Daintree‘ Regenwald bewundern – sofern ich die Tiere überhaupt entdeckt habe, die zum Teil fast perfekte Tarnkünste besitzen! Krokodile, Frösche, Spinnen, Wallaby’s und Schnabeltiere… mal schauen ob ihr alle findet!

Leider macht der Regenwald seinem Namen zurzeit alle Ehre und die letzten Tage waren bestimmt von heftigen Regenfällen. Deshalb bin ich dann doch ein wenig froh, wenn ich nächste Woche weiter die Küste entlang nach Süden fahre und dem Regen so hoffentlich entkommen kann.

ZURÜCK IN LAVENDER HILL

Den letzten Teil meiner Reise entlang der Küste Südafrikas habe ich auf der Garden Route verbracht. Nach Jeffrey’s Bay ging es in das kleine Dorf Storms River, wo ich die meiste Zeit zusammen mit einem Baby Äffchen verbracht habe 🙂

Danach haben Carlin und ich eine Nacht in the Crags gestoppt, um dort in der wunderschönen Natur wandern zu gehen. Direkt von unserem Hostel aus, das ganz abgelegen im Wald lag, konnten wir zu Jahrhunderte alten Bäumen und verborgen Wasserfällen laufen.

Der nächste Stopp meiner Reise war Plettenberg Bay, eine sehr westliche Stadt, die sich entlang einem beeindruckenden Strand – an dem ich die meiste Zeit verbracht habe- erstreckt. Nach Plett, wie es die Südafrikaner nennen, ging es weiter nach Wilderness. Dort gibt es eine stillgelegte Bahnstrecke, an der man den Gleisen entlang, über alte Brücken und Tunneln wandern kann – aufregend aber es hat sich gelohnt! Außerdem sind wir auch hier wieder zu einem Wasserfall im inneren des Waldes gelaufen, zu dem man nur mit einem Floß und über stepping stones gelangt.

Wilderness war der letzte Stopp, bevor es für mich weiter nach Capetown ging. Dort habe ich zwei Nächte in der Innenstadt verbracht, um die Stadt, von der alle sagen sie sei die schönste Südafrikas, zu entdecken.

Nach der Innenstadt ging es für mich in eines der Randgebiete Capetowns. Genauer gesagt in das Township Lavender Hill, das aufgrund der Armut, Gewalt und Perspektivlosigkeit in großem Kontrast zu dem Südafrika, das ich den letzten Monat erlebt habe, steht. Hier werde ich die nächsten zwei Monate bei Aunty Charmaine, die viele von euch bereits von ihrem Besuch in Deutschland kennen, leben. Als ich die Straßen entlang zum Court gefahren bin, der bis Januar mein Zuhause sein wird, konnte ich es kaum erwarten Aunty Charmaine, die Kinder und meine Freunde in Lavender Hill wieder zusehen. Seit Freitag bin ich nun hier und es fühlt sich so an als wäre ich nie weg gewesen- alles ist noch immer so wie letztes Jahr, sowohl die guten, als auch die schlechten Seiten.

SAFARI TIME

Nach meiner Zeit in Coffee Bay, liegen einige weitere aufregende und wunderschöne Tage in Südafrika hinter mir. Zusammen mit Carlin, mit der ich seit Coffee Bay einen Teil meiner Reise zurücklege, ging es in die kleine, abgelegene Stadt Chinsta. Das dortige Hostel liegt direkt im Wald mit einer tollen Aussicht aufs Meer.

Nach entspannten Tagen dort haben, haben wir Phil, Brandon, Clement und Theo aus Südafrika, Mauritius und Frankreich kennengelernt, die angeboten haben uns einen Teil der Strecke Richtung Kapstadt mitzunehmen. Also ging es zu sechst in einem Mini Auto mit Surfbrett und unseren Backpacks auf in die kleine Hafenstadt Port Alfred – ein richtiges Roadtrip Abenteuer. Phil, der von dort kommt, hat uns alle zu sich nach Hause eingeladen und so konnte Carlin und ich nach den ganzen Hochbetten der Hostels endlich mal wieder in einem gemütlichen Bett schlafen. Nach einer Tour durch die Stadt und einem Braii (einem traditionellen Grillabend), ging es am nächsten Tag schon wieder weiter nach Port Elisabeth. Auch dorthin haben Brandon und Theo uns wieder mitgenommen, die anderen mussten leider arbeiten, doch zu viert im Auto war es eindeutig bequemer als noch zu sechst 🙂

In Port Elisabeth stand eines der Highlights meiner bisherigen Reise an- eine Safari im Addo Elephant Nationalpark! Da wir mit Brandon unseren persönlichen, südafrikanischen Guide hatten und auch auf eigene Faust mit dem Auto in den Park konnten, war es eine noch besonderere Erfahrung. Es war unbeschreiblich Löwen, Zebras, Elefanten, Büffel, Warzenschweine, Antilopen und vieles mehr aus nächster Nähe und in ihrem natürlichen Lebensraum zu sehen! Die Tiere kamen zum Teil so nah ans Auto das wir sie hätten streicheln können. Vor allem die Zebras waren auf Grund ihrer wunderschönen Muster mehr als beeindruckend.

Nach Port Elisabeth, sind wir in DIE Surferstadt in Südafrika gefahren – Jeffrey’s Bay. Hier findet jährlich einer der größten Surfcontest weltweit statt und die Stadt ist berühmt für ihre Supertubes (ganz besondere Wellen). Leider kam ich selbst nicht zum Surfen, da es viel zu anspruchsvoll für Anfänger gewesen wäre, aber ich bin früh morgens mit Brandon und Theo aufgestanden um ein paar Bilder von Ihnen (und Delfinen!) zu machen.

Außerdem gibt es in Jeffrey’s Bay einen kleinen Wasserfall an dem wir einen letzten schönen Tag alle zusammen verbracht haben, bevor Brandon und Theo weiter mussten. Carlin und ich sind noch eine Nacht dort geblieben und erst dann weiter gefahren.

Meine bisherige Zeit in Südafrika war unbeschreiblich schön und soo vielseitig und auf jeden Fall eine der schönsten meines Lebens.

Coffee Bay

Eine weitere aufregende Woche liegt nun hinter mir. Nachdem ich montags das Umzumbe Surf Camp verlassen habe, ging es nach Coffee Bay – ein weiteres Surferparadies. Gleich am ersten Tag konnte ich hier meine ersten Surfstunden nehmen und seit einiger Zeit endlich mal wieder auf einem Board stehen, ein unbeschreibliches Gefühl!

Doch Surfen ist nicht das Einzige, das man in Coffee Bay unbedingt erlebt haben sollte. Denn das Hostel dort bietet unglaubliche Wanderungen entlang den Klippen an.

Die nächsten paar Tage war also Wandern angesagt, was manchmal ganz schön aufregend war! So konnte man zum Beispiel von Meter hohen Klippen springen, in natürlichen Jacuzzis baden oder einfach die beeindruckende Landschaft und Tierwelt genießen.

Nach den anstrengenden Wanderungen war abends trotzdem fast nie Entspannung angesagt. Zusammen mit Carlin, die ich im Bus kennengelernt habe und einer Gruppe von Surfern aus aller Welt, konnte ich mal wieder mein Pool Game auffrischen und die Nächte mit Lagerfeuer am Strand genießen.

Da am Mittwoch Vollmond war, sind wir außerdem zu einem abgelegenen Ort auf den Klippen gefahren, von wo aus man zuerst die untergehende Sonne und später den aufgehenden Mond bewundern konnte, ein weiterer Moment den ich nie vergessen werde.

3,2,1…. JUMP

Seit Dienstag bin ich nun in Südafrika und nach einem regnerischen Tag in Durban, ging es am Donnerstag für mich nach Umzumbe, in ein wunderschönes Surfcamp. Dort habe ich den ersten Tag entspannt in der Sonne, direkt am Meer verbracht und sogar beim Frühstück einige Buckelwale gesehen. Mein zweiter Tag in Umzumbe sollte dann jedoch um einiges aufregender werden: Gleich morgens ging es ins Oribi Nature Reserve, das neben einer beeindruckenden Landschaft noch etwas ganz Besonderes zu bieten hat – Einen 165m hohen Bungeejump.

Nachdem mir ein paar Leute im Hostel diesen Bungeejump mehr als empfohlen hatten, stand meine Entscheidung fest: Ich werde springen. Als ich schließlich am Abhang stand, gab es kein Zurück mehr. Es war atemberaubend! Neben mir ein kleiner Wasserfall, unter mir die tiefe Schlucht und vor mir eine wunderschöne Aussicht. Der Sprung dauerte nicht lange, doch ich werde dies Gefühl des freien Falls wohl nie vergessen!

Leider war das Wetter an den Tagen nach dem großen Sprung nicht mehr ganz so toll wie zuvor, weshalb ich in meinen ersten paar Tagen im Umzumbe Surf Camp leider noch nicht zum Surfen kam – hoffentlich werde ich in den nächsten Tagen mehr Glück haben!

DIE ROUTE

In weniger als einer Woche geht es los für mich und ich werde mich auf den Weg einmal quer um die Welt machen.

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FRANKFURT – SÜDAFRIKA

Der erste Teil meiner Reise führt mich in das südlichste Land Afrikas – Nächste Woche werde ich mit einem kurzen Zwischenstop in Dubai nach Durban, Südafrika fliegen. Von Durban aus geht es weiter die Küste entlang nach Kapstadt, wo ich bis Mitte Januar 2019 im Township Lavender Hill leben werde.

SÜDAFRIKA-AUSTRALIEN

Nach meiner Zeit in Lavender Hill geht es weiter für mich an die Westküste Australiens. Im Januar fliege ich mit einem Stopp in Johannesburg nach Perth, Australien. Nach wenigen Tagen dort geht es dann auch schon weiter ans andere Ende Australiens – an die Ostküste.

AUSTRALIEN- HAWAII

Vom einen Paradies ins andere, zieht es mich Mitte März von Australien nach Honolulu, Big Island, Hawaii. Dort werde ich meine beste Freundin Anna treffen.

HAWAII- COSTA RICA

Die letzte Etappe meiner Reise führt mich in ein weiteres atemberaubendes Land mit besonderer Natur und tropischer Vielfalt- Anfang April fliege ich von Hawaii ins mittelamerikanische Costa Rica.

Costa Rica wird auch das letzte meiner Reiseziele sein, denn von dort aus geht es dann wieder zurück nach Frankfurt, in die Heimat.

 

ÜBER MICH

ON THE GO

Ich bin Jule und ab Oktober on the go. Im Frühjahr 2018 habe ich mein Abitur gemacht und wie so oft heutzutage, zieht es auch mich nun raus in die weite Welt – ins Abenteuer.
Bald beginnt sie, meine große Reise. Sie wird mich durch Südafrika, Australien, Hawaii und Costa Rica führen und ich bin mehr als gespannt, was sie für mich bereithält.

Folge mir einmal quer um die Welt und erfahre alles über meine Abenteuer, egal wo ich gerade auch sein mag.